Greenpeace

Gegründet wurde Greenpeace als im Jahre 1971 eine kleine Gruppe von Friedensaktivisten sich in einem Fischerboot gegen einen geplanten Atombombentest der Amerikaner wehren wollte. Vor der Insel Amchitka, die vor Alaska liegt und zu der Inselgruppe der Aleuten gehört, sollte dieser Test durchgeführt werden und die Aktivisten befürchteten nicht nur eine Tötung der Seeottern, die sich dort zu tausenden angesiedelt hatten, sondern vor allem das Auslösen eines Tsunamis in diesem erdbebengefährdeten Gebiet.

Sie hatten mit ihrer Protestaktion keinen Erfolg, da ihr Boot gestoppt und die Tests durchgeführt wurden.

Die Medien allerdings erzählten die Geschichte der Protestfahrt und von heute auf morgen entstand dadurch die „Greenpeace“ Organisation.

Greenpeace wächst zur Weltorganisation

Die nächste Aktion der Greenpeace Leute ließ nicht lange auf sich warten, schon nach einem Jahr war wieder ein Protestschiff unterwegs, diesmal um einen Atomtest vor dem Moruro-Atoll zu verhindern, das im Südpazifik liegt und als Kernwaffentestgelände von Frankreich benutzt wurde. Der damalige Schiffsbesitzer war ein Geschäftsmann aus Kanada und setzte sich in der darauffolgenden Zeit so sehr für Greenpeace ein, dass er der Leiter der Organisation wurde. Waren damals Erdbeben die Hauptsorge des kleinen Komitees, so sorgen sie sich heutzutage um noch viel mehr Themen und haben sich aus einer kleinen Gruppe zu einer Weltorganisation entwickelt, die in Europa, Amerika und Asien vertreten ist.

Um sich ihre Unabhängigkeit zu bewahren finanziert sich Greenpeace ausschließlich aus Spenden- und Stiftungsgeldern.

Greenpeace agiert medienwirksam

Immer wieder sieht man in den Medien, wie Greenpeace-Anhänger durch spektakuläre Auftritte versuchen, sich Robbenschlächtern in den Weg zu stellen oder Umweltverschmutzungen öffentlich zu machen. Ihre Auftritte sollen alle Augen auf sie ziehen, weshalb sie meist einen Touch Wahnsinn haben oder oft nicht ungefährlich sind. Denn in großen Höhen Plakate anzubringen, mit Fallschirmen von Schornsteinen zu springen oder in einfachen Schlauchbooten gegen Containerschiffe anzukämpfen, damit diese keine nuklearen Abfälle abladen, ist nicht das was man einen kleinen Spaziergang nennen könnte. Aber eines erregen sie damit auf jeden Fall, die Aufmerksamkeit der Menschen, und das ist auch ihr Ziel. Wenn man von Greenpeace spricht, fallen den meisten Menschen die Aktionen zur Walrettung ein, denn immer wieder stellen sie sich mit ihren Schiffen den Walfängern entgegen.

Der Anschlag auf die „Rainbow Warrior“

Ein hinterlistiger Anschlag sollte 1985 die Protestfahrt Der „Rainbow Warrior“ verhindern, bei der wohl der französische Geheimdienst zwei Bomben an Bord versteckt hatte, die im Hafen von Auckland in Neuseeland explodierten und dabei den Greenpeace-Fotografen Fernando Pereira töteten.

Die „Rainbow Warrior“ war ein Zeichen des gewaltfreien Widerstandes, den die Greenpeace-Aktivisten immer praktizierten. Dass ausgerechnet dieses Symbol mit Waffen wie Bomben zerstört wurde und sank war eine Geschichte, die viele Menschen verurteilten und der Grund wieso es noch mehr Sympathisanten in der Folge gab. Vier Jahre später baute Greenpeace ein Dampfschiff zu einem Motorsegler um, nannte es „Rainbow Warrior II“ und fuhr seine Einsätze seitdem mit diesem neuen Symbol für den Widerstand gegen Atomtests, Walsterben und Ölpestkatastrophen in der Arktis.

Heike Leonhardt Verfasst von:

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