Erdatmosphäre

Die Erdatmosphäre, die im Vergleich zu einem Apfel, die Erde nur wie eine dünne Schale umhüllt, hat wichtige Aufgaben für unser Dasein. Hauptsächlich spendet sie uns die Luft, die wir zum Leben brauchen. Sie zeigt beim Sonnenaufgang und – Untergang ein wunderschönes weiches Licht und nach Regenschauern lässt sie einen bunten farbigen Regenbogen schillern, der jeden fasziniert. Flugzeuge lässt sie in der Luft fliegen und wenn ein Komet sie durchbricht, beginnt er zu glühen. Astronauten sehen von dort oben, dass die Erdatmosphäre unsere Erde wie ein blauer Schleier umhüllt, der zerbrechlich und hauchdünn ist, obwohl er uns auf der Erde unendlich erscheint.

Die unsichtbare Luft

Niemand kann die Luft sehen, sie ist unsichtbar, als gäbe es sie gar nicht. Doch sobald Luft in Bewegung gerät und als Laues Lüftchen oder sogar starker Sturm auftritt, wissen wir, Luft ist nicht unbedeutend und harmlos. Das Wasser, alle Lebewesen und genauso die Luft bestehen aus Atomen bzw. Molekülen, das sind winzig kleine fast unsichtbare Teilchen. Diese Gasteilchen bilden unsere Erdatmosphäre und die Erdanziehungskraft sorgt dafür, dass sie an die Erdoberfläche gebunden sind. Diese Gasteilchen haben Verbindung zu allem auf der Erde, also Lebewesen, allen Gewässern und auch der Erdkruste, egal welchen Prozess der Umwandlung oder Durchmischung sie gerade durchmachen. Innerhalb der Erdatmosphäre vermischen sich einzelne Gase, aber das Verhältnis zueinander bleibt ziemlich konstant.

Die Bestandteile der Erdatmosphäre

Den größten Anteil an der Erdatmosphäre hat mit fast 80 % der Stickstoff, danach kommt der lebenswichtige Sauerstoff mit fast 20% und ein winziger Teil von nicht einmal ganz einem Prozent wird durch das Edelgas Argon gebildet. Es gibt noch sehr winzige Anteile an Spurengasen, die in der Erdatmosphäre enthalten sind, so zum Beispiel das Treibhausgas CO2 (Kohlendioxid). Dieses beträgt zwar nur einen Prozentsatz von ungefähr 0,03 %, hat aber dennoch starke Auswirkungen auf die Erdatmosphäre und ist verantwortlich für den globalen Klimawandel. Auch die Gase Methan und Ozon, die sogar noch einen geringeren Anteil haben als das Kohlendioxid tragen ihren Anteil an der Klimaveränderung.

In der untersten Schicht der Erdatmosphäre befindet sich noch Wasserdampf, der sich uns in Form von Wolken am Himmel zeigt.

Dünne Luft in großen Höhen

Der Großteil der Luft, nämlich ungefähr 90%, befindet sich durch ihre Eigenschaft, sich gut komprimieren zu lassen, in der untersten Schicht der Erdatmosphäre. Je weiter man in der Atmosphäre nach oben geht, desto dünner wird die Luft, das bedeutet der Anteil der Sauerstoffmoleküle reduziert sich und der Luftdruck wird geringer. Bei vielen Menschen, die in Höhen von über 2000 Metern unterwegs sind, tritt deshalb die so genannte Höhenkrankheit auf, die ihre Ursache in der Abnahme des Sauerstoffpartialdrucks hat. Es treten dabei heftige Kopfschmerzen mit Übelkeit und Atemnot auf, die in manchen Fällen auch tödlich enden können. Wer also die großen 8000-er erklimmen möchte, braucht im Normalfall zusätzlich Sauerstoff im Gepäck. Seltene Ausnahmen davon sind der Bergsteiger Reinhold Messner und Peter Habeler. Ohne Sauerstoffflasche bestiegen sie im Jahr 1978 den höchsten Berg der Welt, den 8848 Meter hohen Mount Everest. Diese Sensation wurde seitdem von keinem Menschen mehr erreicht.

Die Erdatmosphäre dient uns als Schutz

In unserem Weltall gibt es täglich geomagnetische Stürme, die eine Geschwindigkeit von 400 Metern pro Sekunde haben. Diese steuern oft auf unsere Erde zu und würden das Leben hier zerstören. Das Magnetfeld, das die Erde umgibt, und die Erdatmosphäre halten sie davon ab. Treten die Stürme in unsere Atmosphäre ein, werden die Teilchen ausgebremst und fangen an zu leuchten, was man als Polarlichter auch am Nordpol immer wieder als faszinierendes Schauspiel sehen kann. Die andere Funktion, die die Erdatmosphäre für uns bietet, ist der natürliche Treibhauseffekt. Durch die Gase in der Erdatmosphäre wird verhindert, dass die langwelligen Infrarotstrahlen, die von der Erde zurück ins Weltall strahlen vollständig abwandern. Ein Teil davon wird zurückgehalten, denn sonst wäre es auf der Erde durchschnittlich minus 18 Grad kalt, statt den jetzt durchschnittlichen plus 15 Grad.

Durch die Verstärkung des Treibhauseffekts durch Emissionen aus Industrie und Verkehr steigt die Temperatur jedoch immer weiter an, da zu viele Strahlen zurückgehalten werden, was zu einer immer höheren Erdtemperatur führt (globale Erwärmung). Diese zu verhindern oder einzudämmen, hat sich die Politik vieler Länder schon als Vorsatz genommen.

Heike Leonhardt Verfasst von:

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